Schon im heiligen Buch der Maya, dem POPOL VUH wurde es beschrieben, das Juego de pelote - das Ballspiel. Fast alle präkolumbianischen Kulturen kannten das ritualisierte Spiel, bei dem es sich weniger um ein sportliches Ereignis handelte als um eine kultische Zeremonie. Auf den seitlichen Prallmauern waren steinerne Ringe angebracht. Es wurde zwischen zwei Mannschaften von je 3 - 5 Spielern gespielt. Ziel war es, einen Hartgummiball durch die Steinringe zu schlagen. Der Ball als Sinnbild der Sonne, durfte nur mit den Ellbogen, den Knien, dem Gesäß oder den Hüften geschlagen werden und durfte während des Spiels nicht den Boden berühren. Ungewissheit herrscht noch über die Folgen des Spiels für Sieger und Verlierer. In Chichen Itza waren es mit großer Sicherheit die Verlierer, denen die Ehre der Opferung zuteil wurde. Nach Spielende floss jede Menge Blut, wie aus den Wandreliefs zu erkennen ist. Den Opfern wurde bei lebendigem Leibe das Herz herausgeschnitten und der Kopf abgetrennt. Die Verlierer wurden auf einer "Ehrentafel" in Stein gemeißelt. Der Ballspielplatz in Chichen Itza ist übrigens mit 168 Metern Länge der größte in Mesoamerika. |